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Welche typischen Rechenfehler untergraben die Aussagekraft von CLV-Modellen?
| Rechenfehler | Warum das Modell scheitert | Operative Korrektur |
|---|---|---|
| Umsatz statt Deckungsbeitrag verwendet | Bereitstellungs-, Cloud- und Servicekosten bleiben unsichtbar | Strikte Deckungsbeitragsgrenze mit Abzug aller Betreuungskosten definieren |
| Dauerhaft konstante Kundenbindung unterstellt | Abwanderungsrisiken sinken typischerweise mit zunehmender Bindungsdauer | Empirische Überlebenskurven differenziert nach Kohortenjahrgang ermitteln |
| Diskontierung der Kapitalkosten vergessen | Cashflows in fünf Jahren werden wie sofort verfügbares Bargeld bewertet | Periodischen WACC-Kapitalkostensatz auf künftige Perioden anwenden |
| Vertragliche und nichtvertragliche Churn-Logik vermischt | Sporadische Wiederkäufer werden fälschlich als aktiv oder verloren eingestuft | BG/NBD- oder Pareto/NBD-Verteilungen für Transaktionsdaten nutzen |
| Unterschiedliche Kundensegmente zusammengeworfen | Abwanderungsfreudige Kleinbetriebe und treue Großkunden nivellieren sich | CLV getrennt nach Kundengröße, Tarifstufe und Akquisitionskanal berechnen |
| Expansionsumsätze unkritisch hochgerechnet | Netto-Wachstum weniger Konten verdeckt den Verlust der breiten Basis | Überlebenswahrscheinlichkeit und Upselling als getrennte Pfade modellieren |
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Referenz & Evidenz
Quelle: Tabelle aus diesem Essay. Quellen und Einordnung stehen im Beitrag.
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